Auf das Carbon,...fertig...los!

Was ist drann am Hype der Carbon Schuhe?

Wir haben getestet was das Zeug hält. Haben dabei keine Mühen gescheut und uns zum Teil die Schuhe selbst auf dem freien Markt beschafft. Kaum ein Hersteller konnte ausreichende Mengen bereit stellen. So hoch ist derzeit die Nachfrage. Wer als Händler dabei sein wollte musste schnell sein,...sehr schnell! Und dabei tief in die Tasche greifen. Denn fast überall wurde die mit Carbon verstärkten Schuhe im Paket vergeben.

Schon vor über einem Jahr sind wir in den ersten Carbon Schuhen Marathon gelaufen.

Wir können eines vorweg nehmen: Carbon ist nicht gleich Carbon!

 

Fast jeder weiß, Nike war der Vorreiter in Sachen Carbon Schuhen. Nun bekommt man diese Schuhe zwar bei keinem Händler vor Ort, denn Nike möchte das Geschäft selber Online machen, und trotzdem wollen wir den Vaporfly next % an dieser Stelle erwähnen. Aus einem guten Grund wie wir weiter unten erklären werden..

 

Was ist der Vorteil dieser neuen Schuh Kategorie?

Läuft man damit wirklich schneller werden wir oft gefragt? Unsere Antwort ist JA!

Allerdings, und hier liegt der Teufel im Detail, mann muss das richtige Model für die richtige Distanz und das richtige Tempo wählen. Huuups....!

Eigentlich müsste aber die Frage lauten: Läuft man damit wirklich länger schneller!?

Es ist ja nicht nur die Carbon Platte neu, sondern fast alle Hersteller haben ihren Carbon Schuhen auch ein neues sehr softes Dämpfungsmaterial verpasst. Und genau das ist die Kombination die es bringt. Der Effekt dadurch: Ein enormer Vortrieb der sich wie ein Sprung auf einen Gymnastikball anfühlt und eine viel geringere muskuläre Beanspruchung bei gleichem, oder sogar etwas höherem Tempo.

Und jetzt machen wir mal eine Ansage zu der sich sonst kaum einer hinreißen lässt:

Über den Marathon betrachtet, mit dem richtigen Schuh, bei einer Marathon Endzeit von ca. 3:15h - 3:30h läuft sich der Km ca. 5-10sek schneller!

Dazu kommt das die totale Ermüdung der Muskulatur, je nach Trainingsstand, ca. 10km später einsetzt und auch nicht so stark ausfällt.

Folglich läufst mann länger mit dem höheren Tempo!  

 

Der Ursprung

Mann muss immer bedenken welche Idee dahinter stand, Laufschuhe mit einer steifen Carbon Platte zu bestücken.

Es gab ja nur 1 großes Ziel: Den schnellsten Marathon zu laufen der je gelaufen wurde!

42km in knapp 2h,.... wenn Möglich sogar darunter so wie Eliud Kipchoge in Wien, 12.Oktober 2019 in 1:59:40h!

 

Welche Modelle haben wir getestet?

Wir haben 5 reine Carbon Schuhe gelaufen. Und hier gleich ein wichtiger Hinweis: Diese Schuhe sind einfach speziell. Fast alle wurden entwickelt um einen schnelleren Marathon damit zu laufen. Also wurde auch ein großes Augenmerk auf das Gewicht gelegt. Die hier vorgestellten Schuhe liegen im Gewicht zwischen 240g - 277g bei unserer Größe US12,5. Nur als Vergleich, ein herkömmlicher klassischer Trainingsschuh in der Größe liegt bei etwa 380g. Wenn wir also Vergleiche ziehen wollen dann müssen wir das mit anderen Wettkampfschuhen oder Lightweight Trainern ohne Carbon machen. Das bezieht sich auf die Dämpfung/Komfort und Laufleistung der Schuhe. Auch wenn dieser Test zeigt das nicht jeder Schuh aus dieser Kategorie nur im hohen Tempo Bereichen gelaufen werden muss. Für den einen ist ein schneller Marathon wenn die Uhr im Ziel Sub 3h anzeigt und für jemand anderen eben die 4h Marke zu knacken.

Nike Vaporfly next %

 

  

Preis: 275EUR

Gewicht: 240g  (US12,5)

Laufleistung: Ca. 275km

(der Grund warum wir ihn hier erwähnen). Jeden km bezahlt man hier mit 1 EUR.

Das ist der Schuh an dem sich alle anderen Hersteller orientieren müssen. Mit ihm wurden etliche Weltbestzeiten aufgestellt.

Allerdings ist der Schuh absolut nichts für unebene Bodenbeschaffenheit oder kurvige Strecken. Dort hat man das Gefühl als wenn einem der Schuh vom Fuß rutscht. Der Vaporfly will gerade aus... für alles andere ist er einfach zu schwammig.

Nike war auch schon vor Beginn der Carbon Schuhe im Marathon die #1 und an den meisten Kenianischen Füßen zu sehen. Daran hat sich also nicht wirklich etwas geändert. Nur bis heute hatten sie einen klaren Vorteil mit dem Vaporfly, der aber jetzt langsam schwindet da andere Hersteller nachziehen.

SAUCONY Endorphin Pro

 

 

Preis: 220EUR

Gewicht: 249g  (US12,5)

Laufleistung: Geschätzt 500-600km

Unsere Empfehlung für alle Distanzen bis zum Marathon!

Unabhängig vom Tempo, und das scheint uns wichtig zu erwähnen! Ob schneller 10er oder Longjogg.

Der Effekt bleibt spürbar. Wenn es einen vergleichbaren Schuh gibt zu den Nike Modellen dann ist es ohne jeden Zweifel der Endorphin Pro. Das reine Laufgefühl kommt dem sehr nahe. Er gibt allerdings mehr halt, der Auftritt ist nicht ganz so schwammig, er hat eine deutliche längere Lebensdauer und bezahlt das ganze mit lediglich 9g mehr an Gewicht. Bei Größe 12,5!

Und dann ist da noch die Passform. Es wird wohl kaum einen Fuß geben an dem der Endorphin nicht passen wird!

HOKA Carbon-X

 

 

Preis: 180EUR

Gewicht: 277g  (US12,5)

Laufleistung: Ca. 600-700km

Ja, der Hoka bringt 30g mehr auf die Waage. Er wurde aber auch gemacht für die ganz langen Distanzen.

Mit ihm wurde der Weltrekord im 50mile (80km) Lauf eingestellt. Nur logisch das er dann natürlich auch für "nur" einen Marathon her hält.

Das Auftreten ist hier etwas "straffer". Und das ist ohne jegliche Wertung gemeint. Wir sind im Carbon-X einen Trainings Marathon in 3:45h gelaufen und hatten auch hier eine deutlich geringere muskuläre Beanspruchung. 

Am Ende entscheidet wohl bei jedem sein eigenes Gefühl und die Passform ob lieber Endorphin Pro oder Carbon-X.

ASICS Metaracer

 

Preis: 200EUR

Gewicht: 240g  (US12,5)

Laufleistung: Unbekannt

Den neuen Metaracer gibt es erst seit einigen Wochen. Daher gibt es auch noch keine Erfahrungswerte über die Lebensdauer. Der Schuh ist einer der leichtesten im Test und hat auch eine sehr gute Passform. Die Carbon Platte befindet sich beim Metaracer nur im Vorfuß. Der Name ist Programm: Er ist ein reinrassiger Racing Schuh. Wir könnten uns nicht vorstellen darin einen ganzen Marathon zu laufen. Bei einem 2:40h Läufer geht das vielleicht noch, ansonsten ist er wohl mehr für die kürzeren Strecken zu empfehlen. Und dann darf es aber auch nicht sehr kurvig werden.

Aber einen Kurzdistanz Schuh für 200EUR? Wir denken da gibt es Alternativen (siehe weiter unten). 

ADIDAS Adizero Pro 

 

 

Preis: 180EUR

Gewicht: 274g  (US12,5)

Laufleistung: Unbekannt

Der erste Adidas ebenfalls mit eingebauter Carbon Platte. Hier setzt Adidas 2 unterschiedliche Materialien für die Dämpfung an Ferse und Vorfuß ein. Das bekannte Boost Material in der Ferse das schon bei anderen Modellen seit Jahren eingesetzt wird bringt allerdings etwas Gewicht mit sich.

Wie beim Metaracer sehen wir den Schuh mehr auf den kürzeren Strecken zu Hause. Die geübten Marathon Läufer, bei denen Adidas Schuhe durchaus sehr verbreitete sind, werden ihn wahrscheinlich ins Auge fassen. Durch die schmale Passform wird er aber wohl nicht jedem gleich gut passen.

Gibt es Alternativen?


Man muss ganz ehrlich sein, die Schuhe mit eingebauter Carbon Platte sind einfach besonders. Carbon gibt einfach nicht nach und wirkt beim Abstoßen wie eine Sprungfeder. Den außergewöhnlichen „Bounce“ Effekt der den eigentlichen Vorschub bringt gibt es eben nur mit Carbon in diesem Ausmaß. Und doch gibt es Alternativen die mit einigen kleinen Abstrichen zu den Carbon Schuhen sehr erwähnenswert sind.

SAUCONY Endorphin Speed

 

Preis: 180EUR

Gewicht: 265g  (US12,5)

Laufleistung: Geschätzt 600km

Der Speed ist der kleine Bruder vom Pro. Was ihm fehlt ist die Carbon Platte. Anstelle dieser hat der Speed eine Nylon Platte verbaut. Die wiegt zwar etwas mehr, ist aber günstiger und gibt dem Schuh mehr Flexibilität. Das macht ihn universeller Einsetzbar. Und wie beim Pro und Carbon-X muss man nicht zwingend damit ein hohes Tempo laufen, auch wenn sie dafür geschaffen wurden. Wir haben auch hiermit lockere Dauerläufe bestritten. Denn grade wenn man viele Kilometer läuft oder sich gerade intensiv auf einen Wettkampf vorbereitet macht es durchaus auch mal Sinn ein Training muskulär sehr schonend zu absolvieren.

BROOKS Hyperion Tempo

 

Preis: 150EUR

Gewicht: 250g  (US12,5)

Laufleistung: Geschätzt 500km

Der Hyperion Tempo ist ähnlich dem Speed von Saucony ein kleiner Bruder des Carbon Schuhs nur ohne Carbon Platte. Dafür aber auch mit einem ganz neuen Dämpfungsmaterial genannt DNA-Flash. Den Tempo können wir uns ebenfalls sehr gut vorstellen bis zur Marathon Distanz. Er hat einen sehr angenehmen soften und vor allem breiten Auftritt. Was einem für sein beachtlich geringes Gewicht doch sehr viel Sicherheit beim Laufen gibt. Wir waren überzeugt und daher gibt es den Tempo ab Oktober auch bei uns im Programm.

HOKA Rocket-X

 

Preis: 160EUR

Gewicht: 250g  (geschätzt US12,5)

Laufleistung: Geschätzt 500km

Zwar gibt es den Rocket-X schon zu haben, allerdings in der Vorgängerversion in einer Brettharten Ausführung.

Das wird sich allerdings ab Oktober ändern! Denn dann bekommt der Schuh ein Upgrade in der Zwischensohle und damit eine neue, ebenfalls softere Dämpfung! Der ROCKET-X verwendet dieselbe reaktionsfreudige Carbonfaserplatte wie der CARBON X, so dass er für ein schnelles, effizientes und antriebsstarkes Lauferlebnis sorgt. Ob er dann auch auf den ganz langen Distanzen zu laufen ist muss sich erst herausstellen.

Aber für 160EUR bekommt man dann einen vollwertigen Carbon Schuh.

Unser Fazit

Es ist für jeden etwas dabei. Das Gewicht allein ist nicht maßgebend bei einem Schuh.

Wichtiger bei der Auswahl sind Faktoren wie:

- Auf welcher Distanz möchte ich den Schuh laufen

- Wie hoch ist das angestrebte Tempo

- Welches Körpergewicht und welchen Laufstil bringe ich mit

- Und das vielleicht entscheidendste: Wie ist mein ganz individuelles Laufgefühl in dem Schuh

 

So haben wir zB Wattmessungen mit dem Stryd Sensor bei den Schuhen durchgeführt. Jeweils auf dem Laufband und auf der Straße in 2 verschiedenen Tempo Bereichen. Die Ergebnisse bei den einzelnen Schuhen waren drinnen wie draußen die gleichen.

Und natürlich hatten wir unser ganz eigenes Laufgefühl in allen Schuhen.

 

Nur 2 Wochen später hat das deutsche Triathlon Magazin einen ähnlichen Test veröffentlicht. Allerdings wurden hier neben den Wattwerten auch der Sauerstoff Verbrauch und das Laktat gemessen. Beim jeweils beschriebenem Laufgefühl und für welche Distanzen die Probanden die Schuhe eingesetzt hätten decken sich die Erfahrungen. Bei den Leistungswerten (Watt) wurden jedoch durchaus ganz andere Ergebnisse erzielt.

Ein klares Zeichen dafür das nicht jeder Schuh bei jedem Läufer/in gleiche Ergebnisse liefert. 

 

Zusammen gefasst: Bei den beiden Saucony Modellen Endorphin Pro + Endorphin Speed hat man auch in niedrigeren Tempo Bereichen bis zur Marathon Distanz spürbar gute Effekte. Steigt das Race Tempo, steigen auch die Effekte und die Vorteile weiter an.

Gleiches gilt für den Carbon-X von Hoka.

Den Metaracer von Asics so wie den Adidas Adizero Pro sehen wir bei die meisten Läufer/innen auf kürzeren Distanzen.

Evtl. noch bis zum Halbmarathon. Für alles was länger wird braucht es dann schon eine ordentliche Pace nahe der 4min/km.

 


ASICS GlideRide 2020

Nach dem Metaride kommt der Glideride! Wir sind ja immer offen für Neuigkeiten und dabei ständig am probieren. So natürlich auch beim neuen ASICS Glideride. Endlich gibt es die neusten ASICS Technologien zu einem bezahlbaren Preis. Den mit 160EUR liegt der Glideride ganze 90EUR unter dem Metaride. Aber das beste daran: Der Glideride ist (in unseren Augen) sogar der weit bessere Schuh. Er sitzt super angenehm am Fuß und man spürt ab dem ersten Schritt die Wippenkonstruktion im Vorfuß. Nach einigen Testläufen bis zu 16km in verschiedenen Tempobereichen von 5:30min/km bis 4:00min/km sind wir überzeugt der Glideride wird viele Liebhaber finden. Für uns, und das ist jetzt einmal eine Aussage, der derzeit beste ASICS Schuh! Im Frühjahr 2020 folgt ein weiteres Modell aus dieser Serie auf das wir schon sehr gespannt sind!


HOKA one one 2019

Oft werden wir gefragt wie läuft es sich denn mit der dicken Sohle? Unsere Antwort darauf: Bestens!
Ja, sie sehen etwas wuchtig aus die Laufschuhe von Hoka. was aber einem dynamischen Laufvergnügen nicht im Wege steht. Das Konzept von HOKA ist eigentlich ganz einfach. Wir nehmen ein Dämpfungsmaterial was 2,5x leichter ist als das von anderen Laufschuhen und dafür einfach mehr davon. So sinkt der Fuß bei jedem Auftreten etwas in den Schaum ein und passt sich dessen Kontur an! Zum 2x in Folge war HOKA 2018 die meist gelaufene Laufschuhmarke beim IRONMAN Hawaii. Gut, HOKA ist Sponsor bei IRONMAN, aber würden 16% aller Teilnehmer einen Schuh über die Marathondistanz von 42km laufen wenn das Konzept nicht funktionieren würde!? Natürlich nicht...

SAUCONY Life on the run 2018

Wir wollen hier nicht auf einen bestimmten Schuh eingehen sondern gleich auf eine ganze Kollektion.
LIFE ON THE RUN by DENIM
Warum soll ein Laufschuh immer aussehen wie ein Laufschuh dachte sich SAUCONY und hat die Kollektion LIFE ON THE RUN entwickelt. Alle Modelle erhielten so eine durchaus Freizeit taugliche Optik die auch dem Gang in den Biergarten nach dem Lauf standhält. Dazu erhielten jetzt alle hochwertigen Modelle wie der Triumph und Hurricane ebenfalls die durchgängige Sohle aus Everun was bisher dem Freedom vorbehalten war. SAUCONY war immer schon Vorreiter in Sachen Flexibilität und Dynamik. Jetzt hat die Amerikanische Marke aber auch in Sachen Komfort und Design noch einen oben drauf gelegt.

BROOKS LEVITATE 2018 

BROOK's neustes Modell der LEVITATE folgt dem derzeitigen Trend: DYNAMISCH - GUT GEDÄMPFT - HOHER KOMFORT!
Wir haben den Levitate getauscht gegen den Glycerin. Nicht weil der Glycerin ein schlechterer Schuh ist, sondern weil auch wir der Meinung sind das gute Dämpfung und eine hohe Dynamik sich nicht unbedingt ausschließen müssen. Der LEVITATE ist ein sehr angenehmer, flexibler und trotzdem sehr gut gedämpfter Laufschuh. Wir würden sagen er ist ein Alleskönner. Ob gemütlicher Dauerlauf oder kurze knackige Intervalle, der LEVITATE läuft sich auf beiden Strecken angenehm rund. Wer sich also nicht ganz entscheiden kann zwischen einem softeren Cruiser oder einem härteren Sportschlitten, der bleibt beim LEVIATE hängen.

ADIDAS SUPERNOVA 2018

Erstaunlich wie wenige Läufer wissen das ADIDAS, spätestens seit Einführung des BOOST Materials, Laufschuhe mit Dämpfungseigenschaften auf aller höchstem Niveau auf dem Markt hat. Bei allen großen Marathons sieht man gerade im vorderen Läuferfeld eine erstaunliche hohe Anzahl von ADIDAS Schuhen.
Der SUPERNOVA, den es als SUPERNOVA ST auch in gestützter Ausführung bei uns gibt, läuft sich gerade für Anfänger und auf längeren Strecken "Butterweich". Dazu kommt der sehr gute Gripp (auch bei Nässe) der Außensohle die in Zusammenarbeit mit Continental entstanden ist. Wer beim Laufen gerne gemütlich und schonend unterwegs sein will der wird an dem SUPERNOVA seine große Freude haben. Und nicht nur das das BOOST Material unempfindlich gegen Temperaturunterschiede ist, es ist auch durch noch so viele Kilomter einfach nicht kaputt zu kriegen!

ON CLOUDFLOW 2018

Um es kurz zu machen. Hätten wir den Schuh blind angezogen hätten wir am reinen Fußaufsatz nicht erkannt das es sich um einen Schuh von ON handelt. Einzig die Passform und die angenehmen Materialien wären ein Indiz gewesen. Durch die höhere Anzahl der Clouds und dem guten Abrollverhalten läuft es sich bei gleich guter Funktion der Clouds einfach sehr flüssig. Der Cloudflow ist unserer Meinung nach bei den Lightweight-Trainern einzuordnen. Allerdings mit dem kleinen Unterschied das das Dämpfungsverhalten durch das Cloud-Prinzip etwas höher einzustufen ist. Das macht den Schuh unheimlich Interessant für alle normalgewichtigen Läufer ohne Fehlstellung für Läufe bis hin zum Marathon. Wir sind ohnehin der Ansicht das für nicht Leistungsorientierte Läufer die Lightweight-Trainer die bessere Wahl sind als reinrassige Wettkampfschuhe. Gerade wenn es um die Distanzen vom Halbmarathon oder darüber hinaus geht. Der Cloudflow ist unser heißer Tipp bei den Newcomern 2017.

ON CLOUDSURFER 2018

Wir sind für euch den Cloudsurfer von der Schweizer Firma ON gelaufen. Gleich beim ersten Test standen 18km lockerer Dauerlauf auf dem Programm. Ist man schon viele verschiedene "konventionelle" Laufschuhe gelaufen scheint der Aufsatz auf den sogenannten Clouds am Anfang erst etwas ungewohnt. Doch schon nach wenigen Kilometern hat man gemerkt das die Funktion der Clouds (weiche Landung, harter Abstoß) voll aufgeht. Das Material und die Passform ist wie auch bei den anderen ON Modellen einfach überragend. Beim 2. Testlauf sind wir schnelle 1000er mit dem Schuh gelaufen. Und obwohl der Schuh als klassischer Trainingsschuh eingestuft ist hatten wir (vermutlich auch wegen seiner guten Flexibilität) bei diesem Lauf ein wirklich tolles Gefühlt. Was wieder einmal zeigt das immer mehr Hersteller den derzeitigen Trend nachgehen die Schuhe mit guter Dämpfung und bisher ungewohnter sehr guter Flexibilität herzustellen.

SAUCONY TRIUMPH ISO 3  2017

Seit erst 2 Tagen neu zu haben hatten wir bereits die Möglichkeit den neuen Triumph Iso 3 von Saucony zu laufen.
Großes Lob erhielt bereits der Vorgänger, der Triumph ISO 2. So schätzten erfahrene Läufer das direkte Laufgefühl und Laufanfänger das gute Dämpfungsverhalten. Der neue Triumph wurde nochmal in beiden Bereichen verbessert. Dazu kommt ein neues Obermaterial. Wo beim Vorgänger von Läufern mit eher schmäleren Füßen noch teilweise eine kleine Falte bemängelt wurde hat Saucony auch dieses kleine Problem behoben. Der neue Triumph sitzt nun auch vorne herum konsequent bequem um den Vorfuß. Wir haben den Triumph in verschieden Tempobereichen von 5:30min/km bis 3:45min/km gelaufen.
Und konnten dabei kaum Unterschiede in Sachen Dynamik und Komfort feststellen. Der Schuh rollt jetzt dermaßen gut, und fast wie von selbst über den Mittelfuß ab das wohl fast alle Läufer ihre Freude damit haben sollten. Vom Laufanfänger bis zum ambitionierten Wettkampfläufer

BROOKS RAVENNA 2017

Komfortschuh mit Unterstützung!
Der neue Ravenna besticht mit einer für ihn bisher unbekannten "freien" Laufeigenschaft. Hatte man beim Vorgänger noch das Gefühl in einem wirklichen Stabilschuh zu stehen überwiegt jetzt der Komfort des Schuhs. Brooks hat es geschafft den Schuh trotz der immer noch gleichbleibenden Unterstützung im Mittelfuß zu einem Schuh zu machen den man nur zu gern jeden Tag anziehen würde. Der neue Trend in Richtung Dynamik und Komfort ist auch hier deutlich zu spüren. Selten, oder besser gesagt noch nie, wurden wir von einem Stabilitätsschuh so überrascht. So überrascht das wir ihn gleich mit in unser Programm aufgenommen haben. Würde man es nicht wissen um welchen Schuh es sich handelt würde man beim laufen denken es handelt sich eher um einen gut gedämpften Trainings / Wettkampfschuh.

ASICS DYNAFLYTE 2017

"Brich deinen Rekord mit einem innovativen Laufschuh, der selbst die härtesten Laufeinheiten meistert.
Der DynaFlyte besitzt eine ultraleichte Dämpfung, die dank der FlyteFoam-Mittelsohle vom Start bis ins Ziel gleich bleibt."
So die Aussage von ASCICS.
Wir finden: Einen der besten Laufschuhe die Asics in den letzten Jahren hervorgebracht hat!
Endlich mal weg von der Standard 10mm Sprengung. Der Dynaflyte kommt mit mäßigen 8mm aus und besitzt ein völlig neues Mittelsohlenmaterial. Beim anziehen des Schuhs hat man noch das Gefühl in einen der klassischen Asics Trainingsschuhe zu schlüpfen. Beim Laufen allerdings offenbart sich schnell ein völlig NEUES Laufgefühl. Und der passt zur derzeitigen Entwicklung auf dem Laufschuhmarkt.
Sehr angenehm gedämpft (fast im Stile eines Asics Nimbus) und dabei dynamisch wie ein echter Racer!
Ein Schuh der im Asics Sortiment seinen Platz rechtfertigt. Und dabei das potential hat DER neue Marathonschuh zu werden.  
 

SAUCONY Fastwitch | Fast. Faster. Fastwitch.

vom TRIATHLON DOG

Nachdem die ersten Straßenbewerbe geschlagen sind, ist es an der Zeit einen Schuh zu loben, der mir in diesem Jahr viel Freude bereitet hat. Der SAUCONY Fastwitch. Freude deshalb, weil ich insbesondere beim Linz Marathon mit der Schuhauswahl zum ersten Mal zu 100% zufrieden war. Nicht dass meine vorangegangenen Schuhe schlecht gewesen wären - aber wer bitte läuft den IRONMAN Hawaii in einem Skechers Ride? Natürlich ich. Oder den allerersten Marathon im 0 mm Sprengung Brooks Pure Drift? Natürlich ich. Zugegeben: Für mein Buchprojekt »1001 Fehler im Ausdauersport« habe ich damit für ein weiteres Kapitel gesorgt. Wirklich geschickt war es aber freilich nicht.

Warum nicht den Skechers? Warum nicht den Pure Drift? Der Skechers Ride ist ein Schuh für lockere Trainingsläufe. Sehr bequem, aber viel zu wenig stabil und im Vorfußbereich zu weit für schnelles Tempo. Der Pure Drift hingegen ist zwar eine absolute Rennmaschine, aber man muss schon ein ganz gewaltiger Topläufer mit Waden aus Krupp Stahl sein, wenn man ihn über ganze 42 Kilometer laufen will.

Nicht zuletzt habe ich auch den SAUCONY A6 schon im Marathon getestet und - zumindest für mich - festgestellt, dass er zwar perfekten Halt bietet, dazu sehr leicht ist, aber über eine Distanz von 42 Kilometer einen Hauch zu wenig gedämpft ist.

Wann habe ich an all das gedacht? Wie könnte es anders sein: 4 Tage vor dem Linz Marathon auf den ich 20 Wochen trainiert habe. Beim Versuch im letzten Moment noch einen passenden Schuh zu finden, wurde mir im RUNNERS STORE LINZ der SAUCONY Fastwitch empfohlen, den ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gelaufen war. Mit etwas über 200 Gramm natürlich nicht so federleicht wie der A6, dafür aber genau mit der Spur mehr an Dämpfung, die ich mir für einen Marathon gewünscht habe. Er verfügt über eine minimale Stütze für Überpronierer, was mir an sich aber gar nicht aufgefallen wäre. Die Sprengung (Höhenunterschied Ferse/Vorfuß) ist mit 4 mm ebenfalls wettkampfspezifisch.

Beim ersten Probieren mag er im Vorfußbereich etwas eng wirken, aber das ist gewollt und bietet die im Wettkampf notwendige Stabilität. Kein Rutschen. Kein Wackeln. Sicheres Auftreten. Kein Kraftverlust.

Eingesetzt habe ich den Fastwitch wie eingangs erwähnt beim Linz Marathon. Während ich mit den spartanisch gedämpften A6 bzw. Pure Drift nach 30 Kilometern immer mit leichten Schmerzen beim Auftreten konfrontiert war, hat mich der Fastwitch ganz bequem bis ins Ziel zu 100% auf meinen Lauf konzentrieren lassen. Nachdem ich beim Linz Marathon mit 2:33:45 zudem meine Bestzeit im Marathon aufgestellt habe, entschied ich mich auch beim IRONMAN 70.3 St. Pölten für den Saucony, bei dem wir nicht nur auf Asphalt, sondern auch mehrere Kilometer geschotterten Weg meistern mussten: Mit einer Zeit von 1:16:34 für 21 Kilometer sind wir nur so dahingeflogen.

Gut Ding braucht Weile, und so habe ich 4 Jahre nach meinem ersten Marathon (München, 2011) endlich den für mich als Mittelfußläufer perfekten Laufschuh für Mittel- und Langdistanz gefunden.

 

Demeter Dick aka Triathlon Dog

http://www.triathlondog.com/

 


BROOKS TRANSCEND / von Harald

Brooks hält was sie versprechen, das schon einmal vorab! Der Schuh ist anders, so Brooks und damit sollten sie recht behalten. Die 2 Besonderheiten die mir im RUNNERS STORE zu dem Schuh erklärt wurden machten sich tatsächlich bereits nach wenigen Minuten bemerkbar. Zum einen sind da die "Guiderails", 2 an den Außenseiten angebrachte Schienen, die nur beim verlassen der natürlichen, geraden Laufbewegung greifen und leicht korrigieren. So kann der Schuh ohne weiteres für Neutralläufer UND Überpronierer empfohlen werden! Und zum zweiten, und das war mitunter das positivste Merkmal des Schuhs, die über die ganze Fläche der Sohle gleichmäßige HOHE Dämpfung!
Der TRANSCEND ist vom Gewicht her sicher nicht der leichteste Schuh den ich daheim habe aber er läuft sich als solcher. Komfort pur und das über die gesamten Fußlänge. Das würde ich mir öfters wünschen. Als bekennender BROOKS Fan fällt es mir nicht schwer diesen Schuh für ein breites Spektrum an Läufer/innen weiter zu empfehlen. Und auch optisch finde ich die Herren und Damen Variante äußerst ansprechend.


SAUCONY ZEALOT / Mein neuer Liebling

vom TRIATHLONDOG alias Dick Demeter

Nachdem ich meinen bisherigen Lieblingsschuh, den Saucony Mirage, binnen weniger Monate mit über 1.500 Kilometer belastet habe, bin ich um Ersatz in den RUNNERS STORE LINZ gestürmt, von dem ich dieses Jahr mit Laufausrüstung gesponsert werde. Dabei habe ich den mir bisher unbekannten Saucony Zealot entdeckt, der schon aufgrund seiner Eckdaten ganz offensichtlich auf mich gewartet hat:

 

Ein neutraler Herren Trainingsschuh ohne Pronationsstütze für leichte und mittelschwere Läufer. Mit 235 Gramm sehr leicht und einer idealen Dämpfung für den täglichen Einsatz. Sprengung: 4 mm.

Gleich nach dem ersten Probieren ist bemerkbar, dass der Zealot im Gegensatz zu anderen Saucony Modellen im Vorfußbereich weiter geschnitten ist. Wem andere Saucony Modelle bisher „zu eng“ erschienen, könnte im Zealot nunmehr den passenden Schuh finden.

 

Weiter sofort auffällig: Eine sehr angenehme Dämpfung. Der Lauf im Zealot fühlt sich an, als würde man barfuß über eine Gymnastikmatte laufen. Für einen Wettkampf ist das für viele sicherlich zu viel Dämpfung, aber das ist - wie gesagt - nicht der Aufgabenbereich dieses Schuhs, der meines Erachtens ganz klar für den täglichen Einsatz geschaffen wurde. Ich habe gleich am ersten Wochenende in zwei Läufen knapp 70 Kilometer zurückgelegt.

Von 5:30 m/km bis 3:45 m/km waren alle Tempi sehr angenehm zu laufen.

Zu berücksichtigen, bei all meiner Euphorie, sind aber natürlich die oben angesprochenen Eckdaten: Neutral. Keine Stütze. 4 mm Sprengung. Das muss zum Laufstil passen, und natürlich auch zur Lauferfahrung. Insbesondere aufgrund seiner geringen Sprengung ist der Zealot für Mittelfußläufer gedacht.

 

Wer sich über seine Füße und/oder Laufstil noch wenig Gedanken gemacht hat, kann im RUNNERS STORE auch eine Laufanalyse in Anspruch nehmen, damit aus der umfangreichen Palette der verfügbaren Schuhe der optimale Schuh gefunden werden kann.

 

Für mich ist der Zealot aufgrund seiner Kombination aus Gewicht (leicht), Dämpfung (weich) und Sprengung (4 mm) jedenfalls der ideale Trainingsschuh, mit dem ich wöchentlich sicher rund 70% meines Trainings (Jogging, lange Dauerläufe, flotte Dauerläufe) vorrangig auf Asphalt absolvieren werde.  

Demeter Dick aka Triathlon Dog
www.triathlondog.com

CURREX Laufeinlagen / von Clemens

Ich stand Einlagen immer höchst skeptisch gegenüber - dachte immer Gymnastik und Barfußläufe stärken die Muskulatur meines Spreizfußes ohnehin genug um ihn wieder aufzurichten. Irgendwann taten dann Fußkante und Spann mal wieder ordentlich weh, worauf mir vom Runners Store Linz diese Currex-Einlagen ans Herz legte. Einmal drin, nie wieder rausgenommen, keine wochenlange Gewöhnungsphase sondern absoluter Komfort und verbesserter Halt im Schuh, der auch bei Trainingseinheiten jenseits der 30 km nicht nachlässt - im Gegenteil, macht sich die verbesserte Druckverteilung gerade da bemerkbar.